Gasverbrauch im Auge behalten und sparen

Gas trägt wesentlich zur Energieversorgung in Deutschland bei. Fast 50 Prozent aller Haushalte heizen in den kalten Monaten mit dem fossilen Energieträger. Nach Einschätzungen von Experten wird der kostengünstige Brennstoff auch zukünftig eine bedeutende Rolle im Energiemix Deutschlands spielen.

Viele Verbraucher fragen sich indes, ob ihr Gasverbrauch dem Durchschnitt entspricht. Die Frage ist nicht einfach zu beantworten, denn wie viel Gas ein Haushalt benötigt, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Einige Anhaltspunkte lassen aber Rückschlüsse darauf zu, ob es Einsparpotenziale beim Gasverbrauch in Ihrem Haushalt gibt.

Welche Faktoren beeinflussen den Gasverbrauch?

Grundsätzlich hat es jeder Haushalt selbst in der Hand, wie viel Gas er verbraucht. Allerdings gibt es diverse Faktoren, die einen maßgeblichen Anteil am individuellen Gasverbrauch haben, sich aber kaum beeinflussen lassen. Beim Heizen mit Gas spielen vor allem die Jahreszeiten eine wichtige Rolle. In den kalten Wintermonaten wird mehr geheizt als in den übrigen Monaten. Wer zudem sein Warmwasser mit Gas erhitzt, verbraucht im Durchschnitt noch mal mehr als in wärmeren Monaten. Ist das Wetter in den Heizperioden von Oktober bis März freundlicher, wird selbstverständlich auch weniger geheizt – und umgekehrt.

Im Gegensatz zum Stromverbrauch hängt der Verbrauch von Gas weniger von der Anzahl der Bewohner als von der Gebäudeart ab. Eine Wohnung benötigt deutlich weniger als ein Haus; ein Neubau ist in der Regel besser isoliert als ein Altbau; außerdem spielt das Alter der Heizanlage eine wichtige Rolle. Gegenüber alten Umstellbrandkesseln (gebaut bis 1975) sind Gas-Niedertemperaturkessel (gebaut ab 1981) oder moderne Brennwertkessel weitaus effizienter: Bis zu 40 Prozent weniger Gas verbraucht eine moderne Anlage. Auch individuelle Gewohnheiten sind ein entscheidender Faktor. So macht schon ein Grad weniger Raumtemperatur einen Unterschied von sechs Prozent beim Gasverbrauch aus.

Gasverbrauch im Auge behalten: So funktioniert es

Im Schnitt verbraucht ein Haushalt mit einer Wohnfläche von 40 Quadratmetern rund 4.500 kWh pro Jahr. Die beste Möglichkeit, seinen Gasverbrauch zu überprüfen, ist ein Blick auf die letzte Jahresrechnung. Für jeden Haushalt lohnt es sich, den Verbrauch im Auge zu behalten: Die Kenntnis über die Verbrauchswerte sowie deren Zustandekommen hilft, den Verbrauch zu reduzieren und auf Preisschwankungen schnell zu reagieren. Durch einen Wechsel zu einem günstigeren Anbieter wie GMX Gas lassen sich die Energiekosten oft erheblich reduzieren.

Wenn der Gasverbrauch auf der Rechnung nur im Volumenmaß Kubikmeter (m³) angegeben ist, sollten Sie ihn in Kilowattstunden (kWh) umrechnen. Eine Kilowattstunde ist die Energiemenge, die von einem Gerät mit 1.000 Watt Leistung während einer Stunde Betriebszeit benötigt wird. Die Formel zur Umrechnung des Gasverbrauchs lautet:

Kilowattstunde = Kubikmeter x Brennwert x Zustandszahl

Brennwert und Zustandszahl entnehmen sie Ihrer Jahresabrechnung. Sie unterscheiden sich je nach Lieferregion. Falls Sie die Rechnung nicht finden können oder Ihre Wohnung gerade erst beziehen, können Sie die Werte auch beim örtlichen Grundversorger erfragen.

Sie müssen die Formel übrigens nicht selbst anwenden: Ein Gasverbrauchsrechner erledigt die Arbeit für Sie. In diesen geben Sie Ihren Gasverbrauch in m³, die Zustandszahl und den Brennwert ein. Haben Sie erst einmal mithilfe des Rechners Ihren Gasverbrauch in kWh herausgefunden, können Sie ihn mit dem Verbrauch anderer Haushalte vergleichen.

Durchschnittlicher Gasverbrauch in Deutschland

Wenn Sie keine Gasrechnung zur Hand haben, zum ersten Mal in eine Wohnung oder ein Haus mit Gasheizung ziehen oder von Öl auf Gas umstellen möchten, helfen Ihnen die folgenden Richtwerte. Mit ihrer Hilfe ermitteln Sie, ob Sie einen vergleichsweise niedrigen, durchschnittlichen oder hohen Gasverbrauch haben:

Gasverbrauch (nur Heizen) pro Jahr:

  • Wohnung 40 m²: zwischen 4.500 und 5.700 kWh
  • Wohnung 75 m²: zwischen 9.750 und 10.750 kWh
  • Wohnung 100 m²: wischen 12.000 und 14.300 kWh
  • Wohnung 130 m²: zwischen 16.900 und 18.600 kWh
  • Doppel-/Reihenhaus: zwischen 18.200 und 20.000 kWh
  • Einfamilienhaus: zwischen 26.400 und 32.000 kWh

Gasverbrauch (Heizen und Warmwasser) pro Jahr:

  • Wohnung 40 m²: zwischen 5.300 und 6.500 kWh
  • Wohnung 75 m²: zwischen 11.050 und 12.050 kWh
  • Wohnung 100 m²: zwischen 13.900 und 16.200 kWh
  • Wohnung 130 m²: zwischen 19.300 und 21.000 kWh
  • Doppel-/Reihenhaus: zwischen 20.800 und 22.600 kWh
  • Einfamilienhaus: zwischen 30.400 und 36.000 kWh

Die Werte für den durchschnittlichen Gasverbrauch schwanken. Das Ableseunternehmen Techem veröffentlicht jedes Jahr den durchschnittlichen Gasverbrauch pro m² in deutschen Städten, berechnet aus seinen Ablesedaten: So waren es im Jahr 2016 ca. 138 kWh/m² (nur Heizen).

Einige Haushalte besitzen zusätzlich noch einen Gasherd. Wieviel Gas für das Kochen und Backen zusätzlich verbraucht wird, hängt von der Anzahl der Haushaltsmitglieder ab und davon, wie häufig und wie lange der Gasherd genutzt wird. So kann bei einem vierköpfigen Haushalt mit zwei Erwachsen und zwei Kindern, in dem jeden Tag mindestens eine Stunde gekocht wird und regelmäßig der Backofen betrieben wird, von einem Verbrauch zwischen 800 und 1.000 kWh pro Jahr ausgegangen werden.

Einsparmöglichkeiten nutzen

Es gibt viele Möglichkeiten, den Gasverbrauch zu reduzieren, zum Beispiel über das Senken der Zimmertemperatur: Die empfohlenen Raumtemperaturen sind: 20 °C im Wohnzimmer, 18 bis 20 °C in der Küche und 16 bis 18 °C im Schlafzimmer. Nur im Bad darf es mit 23 °C wärmer sein. Am einfachsten lassen sich die empfohlenen Temperaturen mit programmierbaren Thermostaten einhalten. Gerade in Häusern und großen Räumen bieten sie großes Einsparpotenzial.

Dreimal am Tag Stoßlüften und die Heizung dabei herunterdrehen spart Energie und reduziert den Gasverbrauch. Auch ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Fenster gut abgedichtet sind. Über Nacht sollten Jalousien und Vorhänge heruntergelassen bzw. zugezogen werden, damit die Wärme nicht entweicht. Besonders viel sparen Haushalte durch moderne Technik: Apps ermöglichen das smarte Heizen. Ein smartes Heizsystem erkennt, ob Sie zu Hause sind oder nicht und stellt die Raumtemperatur entsprechend ein. Damit sparen Sie bis zu 30 Prozent Energie.

Eine Möglichkeit Geld zu sparen, ist der Wechsel des Anbieters. GMX Gas als unabhängiger Energieversorger macht Ihnen gerne ein Angebot: Schließlich sind wir immer darauf bedacht, das günstigste Gas auf dem freien Markt für Sie einzukaufen. Diesen Preisvorteil geben wir an Sie weiter! Nutzen Sie die Chance, senken Sie Ihren Gasverbrauch und sparen Sie mit GMX Gas!