Wissenswertes rund um die Gasversorgung

Erdgas ist neben Erdöl und Kohle einer der am häufigsten verwendeten Brennstoffe in Deutschland und vielen anderen Ländern. Es wird vorwiegend zum Heizen, Kochen oder für die Warmwasserbereitung genutzt. Wie ist die Gasversorgung in Deutschland geregelt? Ist es möglich, dass die Gas-Grundversorgung ausfällt? Wie funktioniert der Bezug von Gas?

Wie funktioniert die Gasversorgung in Deutschland?

Mit der Gasversorgung ist die Beschaffung, Speicherung und Belieferung von Erdgas gemeint. Das Gas, das deutsche Haushalte beziehen, stammt überwiegend aus Quellen im Ausland und wird über Pipelines hertransportiert. Länder wie Russland, die Niederlande oder Norwegen zählen zu den Hauptlieferanten. Die landeseigene Erdgasförderung nimmt nur einen sehr kleinen Teil ein. Laut dem Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie e. V. deckt die Erdgasproduktion hierzulande etwa 12 Prozent des deutschen Erdgasbedarfs.

Nach dem Transport aus dem Ausland oder der Gewinnung des Rohstoffs gelangt das Gas zunächst in Speicher unter der Erde, bis es über ein Rohrsystem zum Verbraucher geleitet wird. Über ein ausgeklügeltes Gasnetz wird es im ganzen Land verteilt. Häuser, die sich in Reichweite des Gasnetzes befinden, sind zumeist problemlos mit Gas belieferbar. Ob dies der Fall ist, kann der lokale Gas-Grundversorger genau beantworten – das sind in der Regel die örtlichen Stadtwerke. Ist ein Haus mit dem Gasnetz verbunden, befindet sich entweder im Keller des Hauses ein Anschluss für Erdgas oder ein Kasten ist außen am Haus angebracht.

Welche Unterschiede gibt es in der Gasversorgung?

Sie haben unterschiedliche Möglichkeiten, um ihr Gas zu beziehen. Eine davon ist die Gasversorgung über einen Tank mit Flüssiggas. Längst haben viele Verbraucher die Vorteile von Flüssiggas erkannt: Es ist im Vergleich zu anderen Brennstoffen günstiger und weniger umweltbelastend. Flüssiggas ist vor allem deswegen sehr beliebt, da der Verbraucher damit unabhängig ist. Auch über den Anbieter des Brennstoffs können Sie bei jeder Bestellung neu entscheiden.

Bis es zum Heizen dient, lagert das Flüssiggas in einem speziellen ober- oder unterirdischen Flüssiggastank. Dessen Fassungsvermögen liegt zwischen 900 und 6.500 Litern und hängt von der Größe Ihres Wohnhauses und der Anzahl der Hausbewohner ab. Sie müssen für einen Tank mit Investitionskosten von mindestens 1.500 Euro rechnen. Alternativ besteht die Möglichkeit, den Flüssiggastank zu mieten.

Eine zweite Option für die Gasversorgung ist der Bezug über das Gasnetz. Dabei gelangt das zum großen Teil importierte Gas aus den Verteilerstationen in Deutschland direkt in das Versorgungsnetz. Sobald es eingespeist ist, haben Sie als Endverbraucher Zugriff darauf, indem Sie die entsprechenden Leitungen des Gas-Grundversorgers nutzen. Sie können dann einen Vertrag mit dem Grundversorger oder einem alternativen Anbieter abschließen. Der Vorteil bei der Gasversorgung über das Gasnetz liegt darin, dass Sie keine Anschaffungskosten für Tanks oder deren Installation durch einen Fachmann tragen müssen.

Was versteht man unter einer „Gas-Grundversorgung“?

Die Grundversorgung mit Gas ist in Deutschland für alle gleich geregelt. Dank des Energiewirtschaftsgesetzes hat jeder Bundesbürger das Recht darauf, Energie für seine Wohnung unterbrechungsfrei zu beziehen. Um das zu gewährleisten, sind für alle Regionen Deutschlands örtliche Energieversorger notwendig. Der jeweilige Versorger fungiert für sein Zuständigkeitsgebiet als sogenannter Grundversorger und Netzbetreiber. Sobald Sie sich als Verbraucher an einer Adresse melden, liefert der Grundversorger Ihnen automatisch Gas oder Strom.

Möchten Sie nun Gas von einem anderen Gasanbieter beziehen, schließen Sie mit diesem einen Vertrag ab. Der Gasanbieter selbst zahlt dem Netzbetreiber eine Gebühr für die Nutzung von dessen Gasnetz. Sie haben demnach die freie Wahl, welchen Anbieter Sie für Ihre Gasversorgung wählen.

Ist eine Belieferungslücke in der Gasversorgung möglich?

Deutschland importiert das meiste Erdgas und speichert es für eventuelle Engpässe in etwa 50 Gasspeichern – zum Beispiel denen des Bundesverbands Erdgas, Erdöl und Geoenergie e. V. Sie dienen als Reserve, wenn es etwa saisonbedingt zu Schwankungen oder Mehrbedarf kommt. Sollte der Ernstfall eintreten und die Importversorgung aufgrund einer Gas-Krise einbrechen, existiert eine offizielle „Verordnung zur Sicherung der Gasversorgung in einer Versorgungskrise“ (Gassicherungsverordnung, GasSV), in der ein Notfallplan festgehalten ist. Für Engpässe aller Art werden die Erdgasspeicher in Deutschland stetig ausgebaut.

Bei einem Anbieterwechsel brauchen Sie keine Lücke in der Gasversorgung zu befürchten. Falls Sie im Umzugsstress vergessen, den Gasbezug in der neuen Wohnung anzumelden, springt immer der örtliche Gas-Grundversorger ein – bis Sie sich für einen anderen Anbieter entscheiden.

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