Strom anmelden oder ummelden: So geht's!

Ob vorm Umzug in eine neue Wohnung oder beim Wechsel des Stromanbieters – meist fragen wir uns erst in diesen Situationen, wie wir Strom anmelden oder ummelden können. Gibt es Fristen, die zu beachten sind? An wen muss ich mich wenden? Die gute Nachricht vorweg: Alle Haushalte beziehen ihren Strom grundsätzlich erstmal aus der Grundversorgung und niemand muss im Dunkeln sitzen, wenn er eine Frist verpasst.

Strom neu anmelden leicht gemacht

Bevor Sie sich an einen Stromanbieter vertraglich binden, sollten Sie sich ein wenig Zeit nehmen, um die Preise zu vergleichen. Die Liberalisierung des Strommarktes hat dafür gesorgt, dass Sie zahlreiche Anbieter finden, die ihren Strom günstiger anbieten als die örtlichen Grundversorger. In Deutschland gibt es mittlerweile über 1.000 Stromanbieter, die die Haushalte entweder regional oder überregional mit Strom versorgen. Auf folgende Punkte sollten Sie achten, wenn Sie Ihren Strom anmelden wollen:

1. Grundversorgung:
Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) garantiert jedem Haushalt eine Versorgung mit Elektrizität – die sogenannte Grundversorgung. Das heißt, selbst wenn Sie es nicht schaffen, Ihren Strom pünktlich zum Bezug einer Wohnung anzumelden, stehen Sie nicht ohne Strom da. Der regionale Grundversorger beliefert Ihren Haushalt automatisch mit Elektrizität. Beziehen Sie Ihren Strom auch weiterhin aus der Grundversorgung, kann das aber schnell teuer werden. Denn die Preise im Grundversorgungstarif sind meist höher als bei anderen Tarifen und Anbieter

2. Strompreise vergleichen lohnt sich:
Auch ein Tarifwechsel beim Grundversorger kann Ihre Stromkosten reduzieren. Sie brauchen sich also nicht unbedingt auf die Suche nach anderen Stromlieferanten begeben, um zu sparen. Sie sollten diese Mühe aber nicht scheuen. Mit dem GMX Strom-Rechner vergleichen Sie Ihren Tarif schnell und unkompliziert mit anderen und finden so die günstigsten Tarife aus unserem Angebot.

3. Wunschanbieter gefunden:
Haben Sie einen Stromversorger gefunden, sollten Sie darauf achten, dass das Angebot sowohl den Grundpreis und Netzentgelte als auch Strom- und Mehrwertsteuer beinhaltet. Achten Sie auch auf den Verbrauchspreis. Dafür ist eine realistische Einschätzung Ihres Stromverbrauchs hilfreich. Fragen Sie Ihren Vormieter oder nutzen Sie Rechner, die auf den Websites vieler Stromanbieter zur Verfügung stehen.

4. Ökostrom:
Wenn Sie Strom aus erneuerbaren Energiequellen beziehen möchten, müssen Sie grundsätzlich mit etwas höheren Kosten rechnen als bei herkömmlich erzeugtem Strom. Ökostrom-Angebote finden Sie mittlerweile bei den meisten großen Stromversorgern, aber auch bei kleineren Anbietern.

5. Umzug erledigt. Strom anmelden nicht vergessen:
Spätestens zwei Wochen nach dem Einzug sollten Sie Ihren Strom bei einem Anbieter anmelden. Um es noch einfacher zu gestalten, können Sie Ihren Strom auch online anmelden. Sind Sie bereits in eine neue Wohnung gezogen, kümmert sich in der Regel der neue Stromlieferant darum, den Strom beim Grundversorger abzumelden.

Strom ummelden: Anbieter behalten

Wenn Sie umziehen, können Sie Ihren bisherigen Stromanbieter auch ins neue Zuhause mitnehmen. Dafür müssen Sie Ihren Strom nur ummelden. Achten Sie dabei auf diese Dinge:

1. Verfügbarkeit prüfen:
Sind Sie zufrieden mit Ihrem bisherigen Stromanbieter und möchten Ihren Strom lediglich am neuen Wohnort anmelden, müssen Sie zunächst einmal überprüfen, ob er als Versorger auch an der neuen Anschrift zur Verfügung steht. Ist dies der Fall, können Sie Ihren Strom bequem ummelden.

2. Strom ummelden:
Die Ummeldung Ihres Stroms geht einfach und unkompliziert vonstatten. Kontaktieren Sie Ihren Stromversorger – das geht online oder telefonisch – und teilen Sie ihm unter Angabe Ihrer Vertragsnummer Ihre neue Anschrift mit. In der Regel erhalten Sie eine schriftliche Bestätigung Ihrer Ummeldung per Post.

3. Zählerstände aufnehmen:
Wenn Sie aus Ihrer alten Wohnung ausziehen, notieren Sie sich unbedingt die Stromzählerstände. Anhand dieser Angaben kann Ihr Stromversorger die Abschlagszahlung für Ihre neue Wohnung genauer berechnen und braucht sie nicht zu schätzen. Denn oft wird der Abschlag dabei zu hoch angesetzt.
 

Strom ummelden: Wechsel des Stromanbieters

Auch der Wechsel des Stromanbieters kann sich bei einem Umzug durchaus lohnen und ist in manchen Fällen sogar notwendig, weil der ehemalige Versorger am neuen Wohnort nicht verfügbar ist. Auf folgende Punkte müssen Sie achten, wenn Sie Strom bei einem anderen Anbieter anmelden wollen:

1. Stromanbieter prüfen:
Wenn Sie im Zuge Ihres Umzugs entscheiden, dass ein Wechsel des Stromanbieters die richtige Entscheidung ist, informieren Sie sich gut über die anderen Versorger, die an Ihrem neuen Wohnort zur Verfügung stehen. Vergleichen Sie Tarife und Anbieter miteinander und überprüfen Sie die Vertragsmodalitäten und Laufzeiten.
 

2. Kündigungsfrist beachten:
Sind Sie vertraglich noch an den Grundversorger gebunden, haben Sie eine gesetzliche Kündigungsfrist von zwei Wochen, bei einem Anbieterwechsel beträgt diese drei Wochen. Oft sind die Kündigungsfristen festgeschrieben und hängen von den Konditionen Ihres Vertrags ab. Achten Sie unbedingt auf die Mindestvertragslaufzeit Ihres ehemaligen Stromversorgers. In der Regel dürfen Sie Ihren Vertrag in dieser Zeit nicht kündigen. Gegebenenfalls gelten bei einem Umzug jedoch auch Sonderregelungen, insbesondere wenn ein Stromanbieter am neuen Wohnort nicht zur Verfügung steht.
 

3. Strom beim alten Versorger abmelden:
Haben Sie Ihren neuen Anbieter gefunden, können Sie guten Gewissens durchatmen. Wenn Sie sich bei einem neuen Versorger anmelden, kümmert der sich um das Abmelden Ihres Stroms beim alten Anbieter. Gegebenenfalls werden Sie von Ihrem alten Stromanbieter aufgefordert, die Zählerstände der alten Wohnung zu übermitteln. Das geht meist ganz bequem online.