Die Gasrechnung – abgerechnet wird zum Schluss

Die unvermeidliche Gasrechnung, die vielen von uns Jahr für Jahr ins Haus flattert, gehört nicht unbedingt zu den Lieblingssendungen, die wir im Briefkasten finden möchten. Aber es geht kein Weg daran vorbei, denn mit dieser Rechnung wird das Gas bezahlt, das wir in den davorliegenden 12 Monaten verbraucht haben. Ganz so schlimm ist es allerdings nicht, denn niemand muss den gesamten Jahresverbrauch auf einen Schlag bezahlen. Denn natürlich sind in dieser Abrechnung die monatlichen Abschlagszahlungen berücksichtigt, die wir in den vergangenen 12 Monaten geleistet haben. Vielmehr werden mit dieser Gasrechnung besagte Abschlagszahlungen mit dem tatsächlichen Gasverbrauch, bzw. den Kosten dafür, verrechnet. Hat man weniger Gas verbraucht als man vorausbezahlt hat, z.B. durch einen milden Winter, erhält man eine Gutschrift. Liegt der Verbrauch jedoch über der Summe der Vorauszahlungen, muss man in den sauren Apfel beißen und nachzahlen.

Im Folgenden möchten wir eine solche Gasrechnung einmal genauer unter die Lupe nehmen, erläutern, was darauf alles aufgeführt ist und wie man sich z.B. vor einer falschen, zu hohen Nachzahlung schützen kann.

Was steht eigentlich alles auf der Gasrechnung?

Die alljährliche Gasabrechnung besteht aus verschiedenen Komponenten, die wir hier kurz erläutern möchten:

  • Zunächst steht oben auf der Gasrechnung natürlich der Empfänger, also Name und Anschrift des Verbrauchers, damit die Rechnung auch den richtigen Postweg findet.
  • Für eine korrekte Zuordnung wird die Anschrift durch die Kunden- und die Rechnungsnummer ergänzt.
  • Der Vollständigkeit halber wird auch die Lieferanschrift aufgeführt, für den Fall, dass diese von der Postanschrift abweicht.
  • Auf jeder Gasabrechnung steht auch der exakte Abrechnungszeitraum, auf den sich die Rechnung bezieht. Dieser entspricht in den meisten Fällen nicht dem Kalenderjahr, sondern dem Turnus in welchem der örtliche Netzbetreiber Sie zur Ablesung aufgefordert hat.
  • Die nächste Angabe beinhaltet die Summe der in den letzten 12 Monaten geleisteten Abschlagszahlungen.
  • In der Gasrechnung ist natürlich auch aufgeführt, wieviel Gas verbraucht wurde. Dieser Verbrauch ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Zählerstand zu Beginn des Abrechnungszeitraums und dem Stand am Ende.
  • Nun folgt die Brutto-Gesamtforderung für den Abrechnungszeitraum. Von dieser werden dann die oben erwähnten Abschlagszahlungen abgezogen, woraus sich der zu zahlende Rechnungsbetrag ergibt. Dabei handelt es sich entweder um eine Nachforderung, wenn der Verbrauch höher lag als die Abschlagszahlungen, oder um eine Gutschrift, wenn der Verbrauch darunter lag.
  • Zuguterletzt legen die Gasversorger anhand der Verbrauchsdaten des letzten Jahres die Höhe der Abschlagszahlungen für die kommenden 12 Monate fest, damit allzu hohe Nachzahlungen oder Gutschriften vermieden werden können.
Wie kann ich die Kubikmeter in Kilowattstunden umrechnen?

Da die vereinbarten Gaspreise im Gasliefervertrag meist in Kilowattstunden (kWh) angegeben sind, die Gasabrechnung sich aber auf tatsächlich gelieferte Kubikmeter (m³) bezieht, ist es ratsam, diese zur Kontrolle umzurechnen. Dafür kann man sich folgender Formel bedienen:

Kilowattstunden (kWh) = verbrauchte Kubikmeter (m³) x Brennwert x Zustandszahl

Brennwert und Zustandszahl sind in der Regel auf der Gasrechnung mit angegeben. Sollte das nicht der Fall sein, kann man diese Werte beim Gasversorger erfragen.

Was versteht man unter "Zustandszahl"?

Die Zustandszahl bei Gas beschreibt das Verhältnis zwischen dem Normzustand des Gases und dem tatsächlichen Volumenzustand im Betriebszustand beim Verbraucher zu Hause.

Was sagt der "Brennwert" aus?

Der Brennwert beschreibt die Qualität des gelieferten Gases. Je mehr Energie das gelieferte Gas besitzt, desto höher fällt dieser Wert aus.

Gasrechnung zu hoch? Mögliche Ursachen

Es kann vorkommen, dass einem die Gasrechnung zu hoch erscheint, vielleicht, weil dem Gasversorger ein Rechenfehler unterlaufen ist oder die Abrechnung für eine andere Verbrauchsstelle gedacht war und es zu einer Verwechslung der Kundendaten gekommen ist, bspw. durch eine vertauschte Zählernummer. Auch ein Zahlendreher bei der Ablesung der Verbrauchswerte kann zu einer überhöhten Rechnungssumme führen.

Ein weiterer Grund für eine ungewöhnlich hohe Gasrechnung kann aber auch in veränderten Verbrauchsgewohnheiten in den letzten 12 Monaten liegen. Wenn z.B ein neuer Mitbewohner eingezogen ist, Sie vermehrt im Homeoffice gearbeitet haben oder beim Kochen von einem Elektro- auf einen Gasherd umgestiegen sind, erhöht das natürlich nachvollziehbar auch den Gasverbrauch.

Unter Umständen, wenn man bspw. dauerhaft im Homeoffice arbeitet, kann die Gasrechnung auch steuerlich absetzbar sein. Sprechen Sie in diesem Zusammenhang am besten mit Ihrem Steuerberater.

So können Sie gegen eine überhöhte Gasrechnung vorgehen

Sollten Sie den Eindruck haben, dass Ihre Gasabrechnung zu hoch ausfällt, sollten Sie diese unbedingt genauer unter die Lupe nehmen. Lesen Sie dazu zunächst die Abrechnung noch einmal gründlich durch, ob Ihnen Unstimmigkeiten auf der Rechnung direkt auffallen.

Überprüfen Sie als Nächstes noch einmal die Zählerstände zu Beginn und zum Ende des Abrechnungszeitraums, indem Sie Ihre letzte Gasabrechnung vom vorhergehenden Abrechnungszeitraum noch einmal mit den aufgeführten Werten vergleichen.

Sollten Ihnen dabei Unregelmäßigkeiten oder offensichtliche Fehler auffallen, wenden Sie sich entsprechend an Ihren Gasanbieter, legen Sie Widerspruch gegen die Gasrechnung ein und bitten Sie ihn, die Abrechnung noch einmal zu überprüfen und Ihnen eine korrekte Version auszustellen.

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