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GMX Gas Ratgeber

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Gasdurchlauferhitzer

Ob zum Duschen, Abwaschen, Kochen oder Putzen – ohne warmes Wasser geht im Haushalt nichts. Um das Trinkwasser zu erwärmen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten: Zentrale Anlagen, die mehrere Wohneinheiten versorgen, heizen das Wasser in einem großen Kessel mit Gas, Öl, Pellets oder Strom auf und verteilen das Warmwasser per Rohrleitungen an die einzelnen Abnahmestellen. Der große Nachteil dieser Methode ist der Wärmeverlust während des Transports.

Dezentrale Aufbereitungsanlagen lösen dieses Problem, indem sie das Wasser direkt vor Ort – also in der Wohnung oder im Haus des Verbrauchers – erwärmen. Drei Techniken haben sich für diesen Zweck besonders bewährt: Boiler sind günstig in der Anschaffung und im Betrieb, allerdings auch sperrig und langsam beim Aufheizen. Warmwasserspeicher liefern besonders viel und genau temperiertes Wasser, benötigen jedoch viel Platz und sind anfällig für Bakterienbefall. Die dritte Möglichkeit ist der Durchlauferhitzer. Die gasbetriebene Ausführung findet sich wegen ihrer praktischen, nachhaltigen und platzsparenden Eigenschaften in immer mehr deutschen Haushalten.

Was ist ein Gasdurchlauferhitzer?

Bei einem Gasdurchlauferhitzer handelt es sich um ein kompaktes Gerät zur schnellen Wassererwärmung. Betätigen Sie den Wasserhahn – beispielsweise an Ihrer Spüle – wird anfangs kaltes Wasser durch ein Rohrsystem innerhalb des Geräts geleitet. Gleichzeitig entzündet sich eine Gasflamme, die das fließende Wasser binnen weniger Sekunden erwärmt. Bei neueren Gasdurchlauferhitzern kommt als zusätzliche Funktion ein Wärmetauscher zum Einsatz, der die verbleibende Restwärme speichert und zur erneuten Aufheizung des Wassers verwendet. Diese Technik hilft dabei, Gas einzusparen.

Welche Vor- und Nachteile hat er?

Als Benutzer eines Gasdurchlauferhitzers werden Sie die Erfahrung machen, dass er zahlreiche Vorteile besitzt:

  • Kompakte Größe: Da das Wasser durch das Gerät geleitet und nicht darin gespeichert wird, benötigen Gasdurchlauferhitzer deutlich weniger Platz.
  • Geräuscharmer Betrieb: Das Wasser in den Geräten wird besonders leise erwärmt, weshalb Gasdurchlauferhitzer auch in Wohnräumen problemlos betrieben werden können.
  • Keine Bakterienbildung im Wasser: Wird Wasser länger bei Temperaturen zwischen 25 und 50 °C aufbewahrt, können sich Keime wie Legionellen bilden. Beim Durchlauferhitzer ist das nicht der Fall.
  • Langlebigkeit: Ein Gasdurchlauferhitzer ist bei regelmäßiger Wartung eine Investition in die Zukunft – er ist besonders robust und hält mehrere Jahrzehnte.
  • Wirtschaftlichkeit: Auch der geringe Gasverbrauch und der hohe Wirkungsgrad sprechen für diese Form der Wassererwärmung.


    Vor dem Kauf eines Gasdurchlauferhitzers sollten Sie jedoch auch einige Nachteile bedenken, die das Gerät mit sich bringt:

  • Bauliche Voraussetzungen: Zum Betrieb sind ein Gasanschluss und ein Abzug erforderlich. Sind die entsprechenden Leitungen oder ein Kamin nicht vorhanden, bedeutet dies erhebliche Extrakosten für den Einbau.
  • Teure Anschaffung: Ein Gasdurchlauferhitzer kostet deutlich mehr als andere Technologien zur Warmwasserbereitung.
  • Wartungsintensiv: Einmal im Jahr muss das Gerät von einem Experten untersucht werden, um einen dauerhaft sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Wie unterscheiden sich Gasdurchlauferhitzer und Boiler?

Betätigen Sie bei der Benutzung eines Boilers den Wasserhahn, wird kaltes Trinkwasser in den Wasserspeicher des Heizgeräts eingeleitet. Nach ein paar Minuten ist das Wasser erwärmt und bereit zur weiteren Verwendung. Boiler gibt es, je nach benötigter Wassermenge, in unterschiedlichen Größen. Der entscheidende Unterschied der beiden Techniken liegt darin, dass beim Boiler das Wasser zunächst gesammelt wird, während beim Gasdurchlauferhitzer das Wasser erwärmt wird, während es durch das Gerät fließt. Dadurch müssen Sie nicht auf das Warmwasser warten – ein klarer Pluspunkt für den Durchlauferhitzer.

Wie hoch ist der Preis für einen Gasdurchlauferhitzer?

Je nach Anforderung und Budget gibt es Gasdurchlauferhitzer in nahezu jeder Preiskategorie. Die günstigsten Modelle sind schon ab 250 Euro zu haben. Mittelpreisige Gasdurchlauferhitzer kosten zwischen 400 und 800 Euro. Spitzenmodelle hingegen beginnen bei 1.000 Euro, wobei manche auch fast doppelt so teuer sind. Die Installation und gegebenenfalls der Einbau von erforderlichen Leitungen für die Gasversorgung und einem Abzug können die Montage zusätzlich um einige hundert Euro verteuern.

Achtung: Für den Einbau eines Gasdurchlauferhitzers braucht es Erfahrung, da Sie sich andernfalls einem Sicherheitsrisiko aussetzen. Gasbetriebene Geräte sollten nur von geschulten Handwerkern montiert werden – beispielsweise von einem Heizungsinstallateur oder einem Anlagenmechaniker.

Welche laufenden Kosten entstehen durch einen Gasdurchlauferhitzer?

Neben den Anschaffungs- und Installationskosten schlägt auch die Wartung des Geräts zu Buche. Einmal im Jahr sollte ein Gasdurchlauferhitzer von einem Fachmann überprüft werden. Die Kosten hierfür liegen in der Regel zwischen 50 und 100 Euro. Elektrisch betriebene Durchlauferhitzer müssen im Vergleich deutlich seltener gewartet werden, sind aber im Betrieb erheblich teurer. Rechnet man alle laufenden Kosten ein, ist ein Gasdurchlauferhitzer pro Monat und auf lange Sicht in etwa fünfmal günstiger als sein strombetriebenes Pendant.

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Wie viel Gas verbraucht ein Durchlauferhitzer bei einem Duschgang?

Erwärmen Sie Ihr Wasser mit einem Gasdurchlauferhitzer, müssen Sie mit Kosten von etwa 40 Cent pro Duschgang rechnen, wenn Sie etwa zehn Minuten duschen (bei einer angenommenen Geräteleistung von 30 kW und einem Gaspreis von 10 Cent). Die Preise schwanken aber je nach Leistung des Geräts und der aktuellen Gaspreisentwicklung.