Stromverbrauch eines Aquariums: So senken Sie Energiekosten

Unterwasserwelten haben einen eigenen Reiz. Jedoch wird das Vergnügen oftmals durch eine hohe Stromrechnung getrübt. Für ein 200-Liter-Aquarium bezahlen Sie durchschnittlich 255 Euro pro Jahr. Schließlich sind Heizung, Beleuchtung und Filterpumpe pausenlos in Betrieb. Doch mit ein paar Tipps reduzieren Sie den Energieverbrauch Ihres Aquariums deutlich.

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Was treibt die Stromkosten eines Aquariums in die Höhe?

Der Stromverbrauch eines Aquariums hängt von seiner Größe ab. Um eine artgerechte Haltung zu gewährleisten, sollte das Fassungsvermögen zu Fischart und Besatz passen. Dafür lässt sich an anderer Stelle sparen.

Am meisten Energie benötigt die Heizung. Die meisten Fische und Wasserpflanzen fühlen sich bei hohen Temperaturen wohl. Nicht selten benötigen Tropenfische Temperaturen ab 28 °C aufwärts. Bei einer durchschnittlichen Wassertemperatur von 25 °C macht die Heizung circa 61 % des gesamten Strombedarfs aus.

Bei einem Wasserbecken mit einem Volumen von 200 l und einem Strompreis von 29 Cent verursacht die Heizung je nach Wassertemperatur folgende Energiekosten:

  • 20 °C (300 kWh) kosten 87 Euro pro Jahr
  • 25 °C (500 kWh) kosten 145 Euro pro Jahr
  • 28 °C (600 kWh) kosten 174 Euro pro Jahr

Die Heizung ist aber nicht der einzige Posten. Mit einem Anteil von rund 34 % am gesamten Energieverbrauch eines Aquariums fällt auch die Beleuchtung ins Gewicht. Schließlich lassen sich Fische nur mit Licht beobachten. Zugleich erfüllt es lebenswichtige Funktionen.

Filterpumpen bereiten das Wasser auf, befreien es von Futterresten und abgestorbenen Pflanzen und machen Schwebeteilchen unschädlich. Sie haben einen Anteil von circa 5 % am Gesamtenergieverbrauch. Der Stromverbrauch einer Pumpe ist kaum beeinflussbar. Wichtig ist, Modelle mit hohen Wirkungsgraden zu verwenden und diese an geeigneter Stelle zu positionieren. Beleuchtung und Pumpe verbrauchen bei einem 200-Liter-Aquarium zusätzlich insgesamt circa 379 kWh. Damit verursacht ein Aquarium jährlich Stromkosten in Höhe von 254,91 Euro.

Wie hoch ist der Anteil eines Aquariums am jährlichen Gesamtstromverbrauch? Legt man die Zahlen der vom Bundesumweltministerium initiierten Stromsparinitiative zugrunde, so macht es bei einem Einpersonenhaushalt (2.300 kWh pro Jahr) 38 % aus, bei einem Vierpersonenhaushalt 22 %.

Wärmeverluste vermeiden und Heizkosten senken

Mit diesen Tipps reduzieren Sie den Stromverbrauch Ihres Aquariums deutlich:

  • Wählen Sie Fischarten aus, die Kaltwasser mögen:

    Nicht immer müssen es tropische Fische wie Guppys oder Diskusfische sein. Mitteleuropäische Arten wie Moderlieschen oder Orfe fühlen sich auch bei niedrigen Temperaturen wohl.

  • Decken Sie das Wasserbecken ab:

    Andernfalls verdunstet das erwärmte Wasser rasch und Sie müssen es durch kaltes Wasser ersetzen. Ein beispielsweise mit Styropor isolierter Aquariumdeckel senkt den Energieverbrauch der Heizung enorm.

  • Wählen Sie einen warmen Standort aus:

    Je höher die Zimmertemperatur, desto weniger muss die Heizung leisten.

  • Dämmen Sie Unter- und Rückseite des Aquariums:

    Auch hier kann eine Styroporplatte Wunder wirken, wenn Sie das Bassin darauf stellen. Das Gleiche gilt für die Rückwand.

  • Kaufen Sie ein Aquarium mit dickem Isolierglas:

    Glas leitet Wärme. Je dicker das Glas, desto geringer ist der Energieverlust.

Clever beleuchten und Energieverbrauch des Aquariums senken

Licht bringt ein Aquarium erst richtig zur Geltung. Zudem ist es für sämtliche Lebewesen lebensnotwendig. Wasserpflanzen benötigen es, um zu wachsen. Da sie während der Fotosynthese Kohlendioxid umwandeln, reichern sie das Wasser mit wertvollem Sauerstoff an. Denken Sie aber daran, dass Sonnenlicht keine künstliche Beleuchtung ersetzt. Stellen Sie das Wasserbehältnis daher nicht in direkter Fensternähe auf, denn seine Bewohner vertragen die Intensität der Sonneneinstrahlung nicht. Auch andere sachgemäße Maßnahmen reduzieren den Stromverbrauch Ihres Aquariums:

  • Setzen Sie energieeffiziente Leuchtmittel ein

    In der Regel erzeugen auch die sehr verbrauchsarmen LED-Lampen das notwendige Lichtspektrum. Zudem spart die Umstellung von Leuchtstoffröhren der Bauweise T5 auf T8 Strom ein.

  • Bringen Sie Reflektoren an:

    Da sie das Licht besser streuen, steigern Reflektoren die Lichtausbeute der Lampen.

  • Verwenden Sie Vorschaltgeräte:

    Diese sorgen dafür, dass mehr Energie in Licht statt in Wärme umgewandelt wird.

  • Nutzen Sie eine Zeitschaltuhr:

    Die Beleuchtung muss nicht 24 Stunden pro Tag eingeschaltet sein, im Gegenteil: Auch Fische haben einen Biorhythmus. Dem werden nur Beleuchtungspausen und wechselnde Lichtverhältnisse mithilfe von Dimmern gerecht. Eine Zeitschaltuhr reguliert dies automatisch. Mitunter können Sie die Leuchtdauer auf 9 Stunden begrenzen. Das wirkt sich auch positiv auf die Stromkosten des Aquariums aus.

Lohnt sich die Neuanschaffung verbrauchsärmerer Aquarien?

Achten Sie bei der Erstanschaffung auf gewisse Merkmale, die den Energieverbrauch des Aquariums reduzieren. Entscheidend ist die Größe des Wasserbehältnisses. Zudem beeinflussen die Glasstärke sowie Abdeckmöglichkeiten den Stromverbrauch. Wenn Sie bereits ein Aquarium besitzen, ist es nicht notwendig, ein neues anzuschaffen. Vielmehr kommt es auf verbrauchsarmes Equipment an.

Mit einem weiteren Trick können Sie die Stromkosten Ihres Aquariums außerdem reduzieren: ein Stromwechsel. Bei GMX Strom finden Sie günstige Tarife und profitieren darüber hinaus je nach Produktwahl von einer Wechselprämie. Bis zum neuen Stromvertrag dauert es nur 5 Minuten.