Stromverbrauch: Vom 1- und 2-Personen-Haushalt bis zur Großfamilie

Jede zusätzliche Person in einem privaten Haushalt erhöht die absoluten Stromkosten. Schließlich haben mehrere Personen in der Regel einen höheren Stromverbrauch als eine einzige in einem 1-Personen-Haushalt. Allerdings ist der Pro-Kopf-Stromverbrauch in einem 2-Personen-Haushalt durchschnittlich niedriger als in einem Singlehaushalt. Paare können ihre Stromkosten also senken, indem sie zusammenziehen. Und selbst Großfamilien können ihren Stromverbrauch mit einfachen Maßnahmen reduzieren und so bares Geld sparen.

Der durchschnittliche Stromverbrauch von 1 bis 2 Personen und mehr

Junge und alte Ehepaare, Zweier-WGs und Lebensgemeinschaften – fast 14 Millionen Haushalte in Deutschland bestehen aus zwei Personen, die gemeinsam durchschnittlich 2.700 Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr verbrauchen. Doch obwohl die Stromkosten in einem 2-Personen-Haushalt insgesamt höher ausfallen als in einem 1-Personen-Haushalt, der im Durchschnitt 1.800 kWh jährlich verbraucht, lebt man zu zweit deutlich günstiger. Denn eine Person, die allein lebt, trägt auch alle Kosten allein, zum Beispiel die unvermeidlichen Kosten für den Stromverbrauch des Kühlschranks, der Waschmaschine und der Beleuchtung. Solche Kosten werden in einem Mehrpersonenhaushalt geteilt, wodurch Kosten und Stromverbrauch pro Kopf sinken.

Die folgende Übersicht zeigt, wie hoch der Stromverbrauch in einem 1-, 2- oder 3-Personen-Haushalt usw. jährlich im Durchschnitt ist:

  • 1 Person

    1.800 kWh, mit Durchlauferhitzer 2.500 kWh

  • 2 Personen

    2.700 kWh, mit Durchlauferhitzer 3.800 kWh

  • 3 Personen

    3.400 kWh, mit Durchlauferhitzer 4.900 kWh

  • 4 Personen

    4.000 kWh, mit Durchlauferhitzer 5.800 kWh

  • 5 Personen

    4.600 kWh, mit Durchlauferhitzer 6.700 kWh

Wie lässt sich der Stromverbrauch für 1 Person berechnen?

Der Stromverbrauch in einem Haushalt hängt also maßgeblich von der Anzahl der darin lebenden Personen ab. Und auch die Warmwasserbereitung beeinflusst, wie groß der Stromverbrauch letztlich ist. Ungefähr 20 Prozent aller Haushalte nutzen dafür hauptsächlich elektrisch beheizte Speicher oder Durchlauferhitzer, wodurch der durchschnittliche Stromverbrauch schon allein für Warmwasser jährlich etwa 450 bis 550 kWh pro Person beträgt. Darüber hinaus beeinflussen auch die Größe der Wohnfläche, die Art des Gebäudes (Mehr- oder Einfamilienhaus) sowie die Anzahl der verwendeten Elektrogeräte, wie hoch der Stromverbrauch in einem Haushalt ausfällt. 

Stromverbrauch im Haushalt: Welche Faktoren sind beeinflussbar?

Dass der Stromverbrauch in einem 4-Personen-Haushalt höher ausfällt als in einem Singlehaushalt, ist ein Fakt, der sich genauso schwer ändern lässt wie die Größe Ihrer Wohnfläche. Auf der anderen Seite gibt es aber sehr wohl Faktoren, die Sie selbst relativ leicht beeinflussen können. Allen voran die Heizungsart und das Heizverhalten. Sie bauen gerade neu? Dann bedenken Sie, dass die Wasserbereitung über einen Durchlauferhitzer den Stromverbrauch in einem 2-Personen-Haushalt um bis zu 30 Prozent erhöht. Für das Heizverhalten gilt bekanntermaßen: Je stärker und länger die Heizung glüht, desto höher sind die Kosten.

Auch Haushaltsgeräte wie alte Kühl- oder Gefrierschränke können echte Stromfresser sein. Mit einem Stromverbrauch-Messgerät lassen sich die Stromdiebe in Ihrem Haushalt schnell identifizieren, und Sie können die alte „weiße Ware“ oder auch Fernseher und Computer gegen Geräte mit einer höheren Effizienzklasse austauschen. Ein sparsames A+++ Gerät senkt den Stromverbrauch in einem 2- oder 3-Personen-Haushalt mit einer Kostenersparnis von etwa 160 Euro im Jahr. Kontrollieren Sie auch Ihre Beleuchtungsmittel – etwa 10 Prozent des gesamten Stromverbrauchs wird durch die Beleuchtung erzeugt. Energiesparlampen verursachen 82 Prozent weniger Kosten als die traditionelle Glühlampe.

Tipps: So senken Sie den Stromverbrauch in Ihrem Haushalt

  • Achten Sie auf die Energieeffizienz Ihrer Haushaltsgeräte.
  • Verwenden Sie LED- oder Energiesparlampen.
  • Sparen Sie Geld, indem Sie auf den Standby-Betrieb von Elektrogeräten verzichten und Ladegeräte vom Netz trennen. Schaltbare Mehrfachsteckdosen helfen.
  • Reduzieren Sie den Stromverbrauch des Durchlauferhitzers durch einen Durchflussbegrenzer oder einen Sparduschkopf.
  • Achten Sie auf gut isolierte Fenster und Türen, wenn Sie mit Strom heizen.

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