Stromverbrauch einer Waschmaschine: Unsere Spartipps

Der Energieverbrauch einer Waschmaschine ist nicht eben gering – bei verbrauchsintensiven Maschinen kann das teuer werden. Viel hängt dabei von der Energieeffizienzklasse ab. Sparsame Modelle der Klasse A+++ verbrauchen im Jahr 150 kWh. Bei einem Strompreis von 24 Cent pro kWh bezahlen Sie jährlich 36 Euro. Dagegen kostet Sie eine vergleichbare Maschine der Klasse A+ 17 Euro mehr. Zudem sparen Sie mit ein paar Bedienungstipps Geld ein.

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Verbrauch hängt vom Waschmaschinentyp ab

Wie sehr der Energieverbrauch einer Waschmaschine zu Buche schlägt, hängt von vielen Faktoren ab. Je nach Fassungsvermögen der Trommel und Bedienungsgewohnheiten belastet sie die Haushaltskasse verschieden stark. In der Regel macht sie rund 5 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs aus, Maschinen mit integriertem Trockner mitunter sogar 15 Prozent. Am bedeutsamsten für den Stromverbrauch einer Waschmaschine ist das jeweilige Gerätemodell.

Sparsam oder Energiefresser? Den wichtigsten Hinweis darauf gibt die sogenannte Energieeffizienzklasse. Diese Bewertungsskala teilt sämtliche Haushaltsgeräte in besonders sparsame und weniger energieeffiziente Geräte ein und beruht auf einer umfassenden Prüfung. Seit 1998 ist jedes neue Gerät mit einem solchen Energielabel versehen. Nach einem EU-Beschluss von 2013 dürfen Händler keine Geräte mehr verkaufen, die nicht die Anforderungen einer der drei Klassen (A+++, A++, A+) erfüllen.

Jedoch gibt es beim Energieverbrauch einer Waschmaschine der Klassen A+ bis A+++ große Unterschiede. Bei einem Strompreis von 24 Cent pro kWh kommt laut einer Studie der vom Bundesumweltministerium ins Leben gerufenen Stromsparinitiative einiges mehr an Energiekosten zusammen. Demzufolge bezahlen Sie für ein A+-Gerät bei einer Nutzungsdauer von 15 Jahren 255 Euro mehr als für eine A+++-Maschine.

Warmwasser weiterer wichtiger Faktor

Wer kein Gerät der Energieeffizienzklasse A+++ besitzt, kann mithilfe einiger Bedienungstipps den Stromverbrauch einer Waschmaschine deutlich reduzieren. Am meisten Energie verbraucht diese für die Erwärmung des Wassers. Der Bundesverband der Verbraucherzentrale hat den Energieverbrauch pro Temperaturstufe folgendermaßen berechnet:

  • 30 °C > 30 %
  • 40 °C > 50 %
  • 60 °C > 100 %
  • 90 °C > 160 %

Diese erheblichen Unterschiede wirken sich auch finanziell aus. Dabei ist es selbst bei stark verschmutzter Kleidung keineswegs notwendig, eine hohe Waschtemperatur zu wählen. Grund hierfür sind leistungsfähigere Waschmittel – diese reinigen auch bei niedrigen Temperaturen von 30 bis 40 °C selbst verschmutzte Weißwäsche zuverlässig. Eine Ausnahme können Haushalte darstellen, in denen Personen mit einem geschwächten Immunsystem oder bestimmten Krankheiten leben. Denn einige Keime wie beispielsweise Pilzsporen erweisen sich als sehr hartnäckig und werden erst ab 60 °C abgetötet. Eine Kochwäsche bei 90 °C ist aber nur dann sinnvoll, wenn nach langer Nutzung ein hartnäckiger Biofilm das Innengehäuse überzieht. Allerdings beheben auch Spezialreiniger dieses Problem.

Auch die Vorwäsche verbraucht viel Warmwasser. Alternativ können Sie schwer entfernbare Flecken per Hand vorbehandeln.

Darüber hinaus besitzen einige Geräte eine vor Wasserschäden schützende Aqua-Stop-Funktion. Da elektrische Aqua-Stop-Systeme permanent angeschaltet sind, verbrauchen diese Waschmaschinen im Standby-Modus Strom. Alternativ können Sie den Wasserzulauf nach jedem Waschgang manuell zudrehen.

Richtiges Beladen und Schleudern spart Energiekosten

Wenn Sie die Trommel nur halb befüllen, sparen Sie keinen Strom ein. Das gilt auch für High-Tech-Geräte mit sogenannter Mengenautomatik. Zwar können diese Geräte Waschgang und -länge besser an das jeweilige Füllvolumen anpassen. Dennoch ist es effizienter, einen Wäscheberg anzuhäufen und die Trommel vollständig zu beladen. Schließlich benötigt eine vollausgelastete Waschmaschine in aller Regel auch nicht mehr Zeit.

Bei jeder Waschmaschine können Sie die Umdrehungszahl für den Schleudergang einstellen. Je höher die Drehzahl, desto weniger Energie verbraucht das Gerät. Grund hierfür ist, dass der Schleudergang bei geringen Drehzahlen um einiges länger läuft. Allerdings sollten Sie immer auch die Pflegehinweise der Kleidungsetiketten beachten. Empfindliche Textilien vertragen intensive Schleudergänge nicht. Daher führen einige neuere Modelle mehrstufige Schleudergänge durch. Das ist schonender und spart Energie.

Das vom Öko-Institut e. V. geleitete Projekt EcoTopTen fand zudem heraus, dass die Schleudereffizienzklasse B sowie eine Drehzahl von 1.400 Umdrehungen pro Minute am wenigsten Energie verbrauchen.

Lohnt sich eine Neuanschaffung?

Ihre Waschmaschine ist schon älter? Dann lohnt es sich mitunter, auf ein neueres und energieeffizienteres Gerät umzusteigen. Laut Stromsparinitiative sparen neuangeschaffte Geräte mit guten Verbrauchswerten bis zu 29 Euro gegenüber alten Modellen ein. Denn die durchschnittliche Lebensdauer einer Waschmaschine beträgt 15 Jahre. Aufgrund hoher Reparaturkosten lohnt sich selten die Instandhaltung defekter Geräte.

Achten Sie beim Kauf in jedem Fall auf die Verbrauchswerte. Schließlich können sich preiswerte Geräte als teuer erweisen, wenn sie höhere Stromkosten verursachen. Darüber hinaus sollte das Fassungsvermögen zu Ihrem Bedarf passen. Ein- und Zweipersonenhaushalte benötigen nicht mehr als 5 kg Volumen. Familien mit Kindern füllen dagegen rasch Trommeln mit einem Fassungsvermögen von über 7 kg.

Den Stromverbrauch reduzieren zudem Waschmaschinen, die über ein sogenanntes Eco-Programm verfügen. Zwar dauert bei diesen der Waschvorgang deutlich länger. Dafür verursachen diese Sparprogramme weniger Kosten. Um die Kaufentscheidung zu erleichtern, vergleicht das Projekt EcoTopTen energieeffiziente Geräte. Dazu zählen Modelle der Hersteller Bosch, Siemens und AEG.

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